Drei Bonuswährungen und was sie im Alltag unterscheidet
Bei einem Jahresumsatz über 9000 € entfällt die Gebühr im Folgejahr.
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- Sieben Karten, aber nur zwei Bonuswährungen: Die vier Karten von Deutscher Bank und easybank schreiben Prämienmeilen direkt auf ein Miles-&-More-Konto, die drei American-Express-Karten sammeln Membership-Rewards-Punkte, die sich in Partnerprogramme übertragen lassen.
- Die Sammelrate unterscheidet sich deutlich: eine Meile je 2 Euro Umsatz bei Miles & More und Eurowings, ein Punkt je 1 Euro bei American Express.
- Beim Verfall trennen sich die Wege: Die Blue und die Gold Credit Card der Deutschen Bank setzen die 36-Monats-Frist des Programms aus, solange der Kartenvertrag läuft. Bei den Eurowings-Karten gilt sie.
- Lounge-Zugang bringt von diesen sieben Karten nur die American Express Platinum Card mit. Bei Miles & More kommt er über den Vielfliegerstatus, bei Eurowings ersetzen Fastlane und Priority Check-in ihn an der Kontrolle.
- Die Amex-Karten sind Charge Cards: Der Rechnungsbetrag wird jeden Monat vollständig eingezogen. Die vier anderen Karten bieten eine Teilzahlung an.
Wer regelmäßig fliegt, steht früher oder später vor derselben Entscheidung: Prämienmeilen direkt sammeln oder eine Punktewährung wählen, die sich in mehrere Programme übertragen lässt. In Deutschland stehen dafür drei Wege offen – die Miles-&-More-Karten der Deutschen Bank, die Eurowings-Karten der easybank und die Karten von American Express mit Membership Rewards. Sie unterscheiden sich weniger im Preis als in den Spielregeln: Sammelrate, Verfallsfristen, Abrechnungsmodell und die Frage, ob eine Lounge dazugehört. Diese Übersicht stellt die sieben Karten aus dem Vergleich nach diesen Regeln nebeneinander (Stand: 16.09.2026).
Drei Anbieter, zwei Bonuswährungen
Der erste Unterschied ist grundsätzlich und entscheidet über alles Weitere. Miles & More ist das Vielfliegerprogramm der Lufthansa Group; die Karten der Deutschen Bank und die Eurowings-Karten der easybank schreiben ihre Prämienmeilen unmittelbar auf dieses eine Konto. Eine Eurowings-Karte lässt sich nur mit einer Miles-&-More-Servicekartennummer beantragen, und beide Kartenfamilien füllen dasselbe Guthaben.
American Express führt mit Membership Rewards eine eigene Währung. Die Punkte gehören nicht zu einer Fluggesellschaft, sondern zum Kartenkonto. Sie lassen sich für Positionen der Kartenabrechnung einlösen, für Reisen, Gutscheine und Spenden – oder in die Bonusprogramme der Airline- und Hotelpartner übertragen. Welches Übertragungsverhältnis dabei gilt, veröffentlicht American Express nicht öffentlich; es steht im eingeloggten Kartenkonto. Für den Vergleich heißt das: Bei Miles & More wissen Sie beim Bezahlen, welches Guthaben Sie aufbauen, bei Membership Rewards entscheidet sich der Gegenwert erst beim Übertragen.
Ein dritter Punkt fällt nur bei American Express an: Punkte für Kartentransaktionen werden nach den Teilnahmebedingungen zunächst nur vorläufig gutgeschrieben und erst mit der vollständigen Bezahlung der zugehörigen Belastungen endgültig.
Innerhalb von Miles & More kommt eine zweite Unterscheidung dazu, die beim Kartenvergleich oft untergeht: Neben den Prämienmeilen führt das Programm Points und Qualifying Points, und nur diese zählen für den Vielfliegerstatus. Kartenumsätze füllen ausschließlich das Meilenkonto. Wer einen Status anstrebt, kommt über Kartenumsätze also nur auf einem Umweg dorthin: Die Gold Credit Card erlaubt einmal je Kalenderjahr, bis zu 25.000 Prämienmeilen in Points und Qualifying Points zu tauschen.
Wie schnell die Programme gutschreiben
Die Sammelrate ist der auffälligste Unterschied. Miles & More und Eurowings schreiben eine Prämienmeile je 2 Euro Kartenumsatz gut, American Express einen Membership-Rewards-Punkt je 1 Euro. Rechnerisch sammeln Sie bei American Express also doppelt so viele Einheiten – was sie wert sind, hängt am Übertragungsverhältnis.
Nicht mitgezählt wird bei beiden Programmen ähnliches: Entgelte und Jahresbeiträge der Karte, Bargeldverfügungen und alles, was als Bargeldverfügung eingestuft wird, Zinsen sowie Ein- und Auszahlungen auf das Kartenkonto. Bei Eurowings kommen Überweisungen dazu; Stornierungen und Rückabwicklungen werden in beiden Programmen mit künftigen Gutschriften verrechnet.
Bei den Boni sind beide Häuser streng mit Neukundendefinitionen. Miles & More zahlt den Willkommensbonus nur, wenn in den letzten zwölf Monaten keine von der Deutschen Bank ausgegebene Miles-&-More-Kreditkarte auf die Person ausgestellt war; American Express verlangt, dass die antragstellende Person in den letzten 18 Monaten nicht als Hauptkarteninhaber einer deutschen Amex-Karte registriert war. Welche Karte derzeit welchen Bonus zahlt und was nach Gebühren übrig bleibt, rechnet die Seite zur Kreditkarte mit Startguthaben durch.
Wann Meilen und Punkte verfallen
Hier liegt der Unterschied, der für langsame Sammler am schwersten wiegt. Nach den Teilnahmebedingungen von Miles & More verfallen Prämienmeilen nach 36 Monaten. Für die Blue und die Gold Credit Card der Deutschen Bank gilt das nicht: Alle Meilen sind ab Kartenausstellung unbegrenzt gültig, unabhängig vom Umsatz. Nach einer Kündigung greift die reguläre Frist wieder, mit einer Karenzzeit von mindestens drei Monaten nach Ablauf des Quartals, in dem die Kündigung wirksam wurde.
Die Eurowings-Karten der easybank bieten diesen Schutz nicht; dort gilt die 36-Monats-Frist. Dafür weist easybank aus, dass sich Prämienmeilen schon ab 1.500 Meilen einlösen lassen – etwa für Gutscheine, Hotelbuchungen oder eine Teilzahlung des Flugpreises –, also lange bevor die Menge für einen Prämienflug reicht. Für Wenigsammler ist die frühe Einlösung der praktikablere Weg, für Zielsparer der Verfallsschutz.
Sieben Karten im Programmvergleich
| Karte | Preis je Jahr | Währung und Rate | Verfall | Abrechnung |
|---|---|---|---|---|
| Eurowings Kreditkarte Classic | 29 € ab dem zweiten Jahr | Prämienmeilen, 1 je 2 € | 36 Monate | Kreditkarte mit Teilzahlung |
| American Express Green Card | 60 € | Membership Rewards, 1 Punkt je 1 € | nach den Teilnahmebedingungen des Programms | Charge Card, monatlicher Vollausgleich |
| Miles & More Blue Credit Card | 66 € | Prämienmeilen, 1 je 2 € | ausgesetzt, solange die Karte läuft | Kreditkarte mit Teilzahlung |
| Eurowings Kreditkarte Premium | 99 € ab dem zweiten Jahr | Prämienmeilen, 1 je 2 € | 36 Monate | Kreditkarte mit Teilzahlung |
| Miles & More Gold Credit Card | 138 € | Prämienmeilen, 1 je 2 € | ausgesetzt, solange die Karte läuft | Kreditkarte mit Teilzahlung |
| American Express Gold Card | 240 € | Membership Rewards, 1 Punkt je 1 € | nach den Teilnahmebedingungen des Programms | Charge Card, monatlicher Vollausgleich |
| American Express Platinum Card | 720 € | Membership Rewards, 1 Punkt je 1 € | nach den Teilnahmebedingungen des Programms | Charge Card, monatlicher Vollausgleich |
| Preise aus unserer eigenen Produktdatenbank, abgerufen am 16.09.2026; Programmregeln aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis der Deutschen Bank (Juli 2026), den Preisverzeichnissen der easybank (gültig ab 23.04.2026) und den Mitgliedschaftsbedingungen von American Express (Stand 15.09.2026). Für Neukunden gilt bei Classic und Premium im ersten Jahr ein Vorteilspreis von 14,50 respektive 49,50 Euro. Bei den Amex-Karten fallen bei Zahlungsverzug Verzugszinsen von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz an. | ||||
Lounge-Zugang: welche Karte ihn wirklich mitbringt
Beim Lounge-Zugang wird das Feld dünn. Von den sieben Karten bringt genau eine ein eigenes Lounge-Programm mit: die American Express Platinum Card. Sie enthält für Anträge seit dem 1. September 2024 bis zu 50 Freibesuche je Kalenderjahr über Priority Pass – Haupt- und Zusatzkarten sowie Gäste zusammengerechnet, je Besuch eine Begleitperson frei – und dazu die Global Lounge Collection von American Express mit mehr als 1.550 Lounges. Für Lufthansa-Lounges endet der Zugang über die Platinum Card nach übereinstimmenden Berichten spezialisierter Vielflieger-Portale zum 1. Oktober 2026; eine eigene Mitteilung von American Express dazu liegt uns nicht vor (Stand der Berichte: Juli 2026).
Bei Miles & More führt der Weg in die Lounge nicht über die Karte, sondern über den Vielfliegerstatus. Die Gold Credit Card kann dabei helfen: Einmal je Kalenderjahr lassen sich bis zu 25.000 Prämienmeilen aus Kartenumsätzen in Points und Qualifying Points tauschen, und zu den Statusprivilegien gehören der Zugang zur Business Lounge und eine erhöhte Freigepäckmenge. Die Karte ist damit ein Baustein der Qualifikation, kein Ersatz dafür.
Die Eurowings-Karten setzen an einer anderen Stelle an: Statt eines Sitzplatzes in der Lounge bringen sie Zeitgewinn an der Kontrolle. Die Premium öffnet die Fastlane an 20 Flughäfen und den Priority Check-in in den Tarifen SMART und BIZclass, die Classic die Fastlane an fünf deutschen Flughäfen. Beides gilt nur für Eurowings-Flüge mit EW-Flugnummer, die über eurowings.com oder die App gebucht und mit der Karte bezahlt wurden. Karten mit einem eigenen Lounge-Programm stehen auf der Seite zur schwarzen Kreditkarte.
Charge Card oder Kreditkarte: der Unterschied im Alltag
Das Abrechnungsmodell trennt die drei Anbieter sauber. Die Karten von American Express sind Charge Cards: Der in der Monatsabrechnung ausgewiesene Forderungsbetrag ist zum Fälligkeitstermin in voller Höhe auszugleichen, üblicherweise per Lastschrift. Es gibt keine Teilzahlung und damit auch keinen effektiven Jahreszins; bei Zahlungsverzug greifen Verzugszinsen von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz.
Die vier übrigen Karten sind echte Kreditkarten mit Rahmenkredit. Bei den Miles-&-More-Karten nennt das Preis- und Leistungsverzeichnis einen Sollzinssatz von 10,05 % im Jahr für die flexible Teilzahlung, das zinsfreie Zahlungsziel beträgt 30 Tage. Bei den Eurowings-Karten weist die easybank für die Rückzahlung in Teilbeträgen einen effektiven Jahreszins von 21,21 % aus, bei einem zinsfreien Zeitraum von bis zu 59 Tagen; für einzelne Ausgaben unter 500 Euro gibt es den Zahlplan mit einem Sollzins ab 0 Prozent, dessen Höhe von Kundenbeziehung, Bonität und Rückzahlungsverhalten abhängt.
Ein zinsfreier Zeitraum von bis zu 59 Tagen ist bequem, solange die Rechnung am Ende vollständig ausgeglichen wird. Bleibt ein Betrag stehen, laufen die Zinsen weiter, und kein Bonusprogramm der Welt gleicht das aus: Ein Umsatz von 1.000 Euro bringt 500 Prämienmeilen und kostet bei 21,21 % im Jahr ein Vielfaches davon an Zinsen, wenn er über Monate offen bleibt. Prüfen Sie nach Kartenerhalt die voreingestellte Rückzahlungsart – bei den Eurowings-Karten ist das in der App einstellbar, bei den Miles-&-More-Karten im Kreditkarten-Banking.
Akzeptanz, Fremdwährung und Bargeld
Im Ausland entscheiden zwei Zeilen darüber, wie viel vom Bonus übrig bleibt. Die erste ist das Auslandseinsatzentgelt: Die Miles-&-More-Karten rechnen außerhalb des Euroraums mit 1,95 % ab, die Eurowings Classic mit 1,99 %, alle drei Amex-Karten mit 2 %. Nur die Eurowings Kreditkarte Premium rechnet weltweit mit 0 % ab. Innerhalb des Euroraums verlangt keine der sieben Karten ein Entgelt.
Die zweite Zeile ist das Bargeld. Bei den Miles-&-More-Karten kostet eine Abhebung 2 %, mindestens 5 €; außerhalb der EU oder in Fremdwährung kommt das Auslandseinsatzentgelt hinzu. Die Gold Credit Card stellt die ersten zwei Abhebungen je Kalenderjahr außerhalb Deutschlands vom Transaktionsentgelt frei. Bei den Eurowings-Karten sind Abhebungen außerhalb Deutschlands ohne Entgelt der Bank möglich, ab 50 €, innerhalb Deutschlands kosten sie 4 Prozent, mindestens 5,95 Euro. Entgelte des Automatenbetreibers kommen überall dazu.
Eine dritte Zeile wird erst bei zwei Reisenden sichtbar: die Partnerkarte. Bei der Blue Credit Card kostet sie 52,80 € im Jahr, bei der Gold Credit Card 94,80 €; eine Zusatzkarte auf demselben Konto wird dagegen zum vollen Kartenpreis berechnet. Bei den Eurowings-Karten sind bis zu drei weitere Karten im ersten Jahr kostenlos und kosten danach je 10 Euro im Jahr. Wer die Karte zu zweit nutzt, rechnet diesen Posten mit – er verschiebt die Rangfolge der Jahreskosten spürbar.
Bei der Akzeptanz unterscheidet sich das Netzwerk: Die Miles-&-More-Karten laufen über Mastercard, die Eurowings-Karten über Visa, American Express über ein eigenes Drei-Parteien-System. Wer nur eine Karte im Portemonnaie hat und in Deutschland viel bar oder an kleinen Kassen zahlt, wiegt das mit ein.
Zwei Karten kombinieren: wann sich das rechnet
In Vielflieger-Foren ist die Kombination aus einer Amex-Karte für den Alltagsumsatz und einer Miles-&-More-Karte für die Meilen ein Klassiker. Rechnerisch geht die Überlegung auf, weil Membership Rewards doppelt so schnell gutschreibt und sich in Partnerprogramme übertragen lässt, während die Karte der Deutschen Bank die Meilen vor dem Verfall schützt. Drei Punkte gehören in diese Rechnung.
Erstens die Summe der Gebühren: Eine Amex Gold Card für 240 € plus eine Blue Credit Card für 66 € kostet zusammen mehr als jede Einzelkarte im Vergleich. Zweitens die Versicherungen: Leistungen aus zwei Kreditkarten addieren sich nicht – die Bedingungen der Deutschen Bank halten das ausdrücklich fest, und auch bei den Eurowings-Karten wird ein Schaden mit der jeweils höchsten Summe erstattet, nicht mit der Summe beider. Drittens die Akzeptanz: Wo American Express nicht angenommen wird, zahlt die zweite Karte, und dann gelten deren Konditionen.
Sinnvoll ist die Kombination deshalb vor allem dann, wenn der Alltagsumsatz hoch genug ist, dass die schnellere Sammelrate die zweite Jahresgebühr trägt – und wenn Sie das Übertragungsverhältnis in Ihrem Amex-Konto vorher nachgesehen haben.
Für wen welches Programm passt
| Ihr Reiseverhalten | Passt am ehesten | Der Punkt, der entscheidet |
|---|---|---|
| Wenige Flüge, Sparen auf eine große Prämie | Miles & More Blue Credit Card | der ausgesetzte Verfall – ohne ihn beginnt der Zähler alle 36 Monate von vorn |
| Mehrere Reisen im Jahr, Versicherung erwünscht | Miles & More Gold Credit Card | Rücktritt und Mietwagen greifen nur bei vollständiger Kartenzahlung |
| Häufige Kurzstrecke mit Eurowings | Eurowings Kreditkarte Premium | Fastlane, Priority Check-in und Sitzplatz nur bei Buchung über eurowings.com |
| Viel Umsatz außerhalb des Euroraums | Eurowings Kreditkarte Premium | als einzige der sieben Karten ohne Auslandseinsatzentgelt |
| Hoher Alltagsumsatz, Flexibilität beim Einlösen | American Express Gold Card | Übertragungsverhältnis in Partnerprogramme vorher im Kartenkonto nachsehen |
| Lounge-Nutzung steht im Vordergrund | American Express Platinum Card | 50 Freibesuche je Kalenderjahr; Lufthansa-Lounges ab dem 1. Oktober 2026 nicht mehr |
| Einstieg mit kleinem Budget | Eurowings Kreditkarte Classic oder American Express Green Card | Classic 1,99 Prozent außerhalb des Euroraums; Green Card ohne Teilzahlung |
| Die aktuellen Konditionen aller sieben Karten stehen im Vergleich am Seitenanfang. Karten ohne Jahresgebühr stehen auf der Seite zur kostenlosen Kreditkarte, die Übersicht aller Kartenarten auf der Startseite des Kreditkarten-Vergleichs. | ||
Selbstständige und kleine Unternehmen brauchen meist zuerst eine Karte auf die Firma, nicht auf die Person – dazu Firmenkreditkarte: kostenlos, ohne Schufa, ohne Namen?.
Häufige Fragen zu Miles & More, Eurowings und Membership Rewards
Sammeln die Eurowings-Karten dieselben Meilen wie die Miles-&-More-Karten?
Ja. Beide Kartenfamilien schreiben Prämienmeilen auf dasselbe Miles-&-More-Konto gut, mit derselben Rate von einer Meile je 2 Euro Umsatz; für den Antrag einer Eurowings-Karte brauchen Sie Ihre Miles-&-More-Servicekartennummer. Unterschiedlich sind Preis, Versicherungsumfang, Auslandseinsatzentgelt und vor allem der Verfall: Bei den Karten der Deutschen Bank ist er ausgesetzt, bei den Eurowings-Karten nicht.
Wie viele Membership-Rewards-Punkte ergeben eine Meile?
Das Übertragungsverhältnis in die Partnerprogramme veröffentlicht American Express nicht auf den öffentlichen Produktseiten; es wird im eingeloggten Kartenkonto angezeigt und kann sich ändern – die Mitgliedschaftsbedingungen sehen ausdrücklich eine Änderung der Sammelrate vor. Wer die Übertragung einplant, sieht das Verhältnis vor dem Kartenantrag besser im Konto einer bekannten Person nach, als es aus Foren zu übernehmen.
Welche dieser Karten bringt Lounge-Zugang mit?
Von den sieben Karten im Vergleich nur die American Express Platinum Card, mit bis zu 50 Priority-Pass-Freibesuchen je Kalenderjahr für Anträge seit dem 1. September 2024 und der Global Lounge Collection. Bei Miles & More gehört der Lounge-Zugang zum Vielfliegerstatus, nicht zur Karte; die Gold Credit Card kann über den Meilentausch zur Qualifikation beitragen. Die Eurowings-Karten bieten stattdessen Fastlane und Priority Check-in.
Was passiert mit meinen Meilen, wenn ich die Karte kündige?
Bei der Blue und der Gold Credit Card der Deutschen Bank gilt danach wieder die reguläre Frist von 36 Monaten, mit einer Karenzzeit von mindestens drei Monaten nach Ablauf des Quartals, in dem die Kündigung wirksam wurde. Meilen, die in dieser Zeit verfallen würden, bleiben bis zum Ende der Karenzzeit gültig. Planen Sie die Einlösung deshalb vor der Kündigung.
Lohnt es sich, eine Amex- und eine Miles-&-More-Karte parallel zu führen?
Nur, wenn der Alltagsumsatz die zweite Jahresgebühr trägt. Die schnellere Sammelrate von Membership Rewards spricht dafür, zwei Dinge dagegen: Die Versicherungsleistungen aus zwei Karten addieren sich nicht, und wo American Express nicht angenommen wird, zahlen Sie ohnehin mit der zweiten Karte. Rechnen Sie mit Ihrem tatsächlichen Jahresumsatz, nicht mit dem gewünschten.
Warum sind die Amex-Karten Charge Cards und was bedeutet das?
Bei einer Charge Card wird der gesamte Monatsbetrag zum Fälligkeitstermin eingezogen; eine Ratenzahlung ist nicht vorgesehen, deshalb gibt es auch keinen effektiven Jahreszins. Bleibt die Zahlung aus, fallen Verzugszinsen von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz an. Für alle, die eine Teilzahlung ausdrücklich nicht wollen, ist das ein Vorteil – wer Flexibilität bei der Rückzahlung braucht, ist bei den vier anderen Karten richtig.