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Schwarze Kreditkarten im Vergleich

Eine schwarze Kreditkarte ist kein eigener Kartentyp: Die Centurion Card von American Express lässt sich nicht beantragen, die Spitzenkarten von Deutscher Bank und HypoVereinsbank stehen nur im Preisverzeichnis, und die Metallkarten von Revolut und N26 gehören zu Kontotarifen. Der Vergleich zeigt Lounges, Reiseversicherungen und Auslandsgebühren nach den Bedingungen der Herausgeber – mit Rechenbeispiel.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
American Express Platinum Card
Jahresgebühr
720 €
Bargeld
4 %
mind. 5 €
250 € StartguthabenVorausgesetzt, Sie machen innerhalb der ersten 6 Monate einen Umsatz von min. 13.000 €. Es gelten weitere Bedingungen.
200 Euro Online-Reiseguthaben jährlich
200 Euro SIXT ride Fahrtguthaben
150 Euro Restaurantguthaben
2x Priority Pass inkl. Begleitperson
Umfangreiches Versicherungspaket
Teilnahme an Amex Offers und Membership Rewards
Hohe Bonitätsanforderungen
Hohe Jahresgebühr
Deutsche Bank MasterCard Platinum
Jahresgebühr
200 €
Bargeld
2,5 %
mind. 5,75 €
Consierge- und Reiseservice
Priority-Pass Prestige
Besondere Vorzugstarife im Bereich Urlaub, Sport, Kultur und Mobilität
Nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigem Konto
Postbank Mastercard Platinum
Jahresgebühr
99 €
Bargeld
2,5 %
mind. 5 €
eff. Jahreszins
11,39 %
Kostenlose Zahlungen im Euro-Raum
Umfangreiches Versicherungspaket
Flexible Rückzahlungsmöglichkeiten und hoher Verfügungsrahmen
Bonus- und Reiseleistungen
Nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigem Konto
N26 Metal Mastercard
Jahresgebühr
202,80 €
Bargeld
0 €
eff. Jahreszins
13,4 %
Kostenloser Bargeldbezug im Ausland
Kostenlose Zahlungen im Ausland
10 Unterkonten mit eigener IBAN (Spaces)
Umfassendes Versicherungspaket
Bonusleistungen
Hohe Jahresgebühr
Gebühren für Bargeldabhebungen in Deutschland (8 gratis)
keine echte Kreditkarte
Verpflichtende Laufzeit

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„Schwarze Kreditkarte“ ist kein eigener Kartentyp. Gemeint sind drei sehr verschiedene Produkte: die Centurion Card von American Express, für die es keinen Antrag gibt, die obersten Kreditkartenstufen einzelner Banken mit Jahresgebühren bis 600 € und die Metallkarten aus den Kontotarifen von Revolut und N26. Bezahlt wird bei allen dreien vor allem für Lounges, Reiseversicherungen und den Auftritt – ob sich das rechnet, entscheidet fast allein, wie oft Sie fliegen. Preise und Leistungen stammen aus den Preisverzeichnissen, Bedingungen und Produktseiten der Herausgeber, abgerufen am 15.09.2026.

Was ist eine schwarze Kreditkarte?

Die Farbe einer Karte sagt nichts über ihre Leistung. Banken staffeln ihre Kreditkarten in Stufen – die HypoVereinsbank etwa führt über ihrer Visa Card die Visa Infinite Card –, und welche Versicherungen, Lounges oder Extras zu einer Stufe gehören, legt jeder Herausgeber selbst fest. Im Alltag steht „schwarz“ deshalb für drei Dinge, die wenig miteinander zu tun haben:

  • Die Einladungskarte: die Centurion Card von American Express, im Englischen „Black Card“. Konditionen veröffentlicht American Express in Deutschland nicht.
  • Die Spitzenkarte der Bank: Die Deutsche Bank führt eine „Mastercard BLACK“, die HypoVereinsbank eine „Visa Infinite Card“ – beide mit 600 € im Preisverzeichnis, beide auf der Website kaum oder gar nicht beworben.
  • Die Design- oder Metallkarte: Die Postbank nennt ihre Mastercard Platinum auf der Produktseite selbst „schwarze Kreditkarte“, die BBBank verkauft eine Karte mit dem Namen „Die schwarze Kreditkarte“, und Revolut und N26 geben in ihren Premiumtarifen Karten aus Edelstahl aus.

Die Grenze zu Gold- und Platinkarten ist fließend: Wer vor allem ein Versicherungspaket zum moderaten Preis sucht, ist dort richtig. Schwarze Karten sind die Stufe darüber – oder sehen nur so aus.

Warum Spitzenkarten Geld kosten

Seit Dezember 2015 begrenzt die EU-Verordnung 2015/751 das Entgelt, das die Bank des Händlers bei jeder Zahlung an den Kartenherausgeber überweist: höchstens 0,3 % bei Kreditkarten und 0,2 % bei Debitkarten von Verbrauchern. Lounges, Concierge und Versicherungen lassen sich daraus kaum finanzieren; sie stecken deshalb in der Jahresgebühr. American Express ist als sogenanntes Drei-Parteien-System, das seine Karten selbst ausgibt und abrechnet, von diesen Obergrenzen ausgenommen.

Kann man die Centurion Card beantragen – und was kostet sie?

Nein, und das ist keine Floskel. Für die Centurion Card gibt es in Deutschland weder eine Produktseite noch ein Antragsformular noch ein Preisverzeichnis. Bei einer Prüfung am 15.09.2026 führte keine der naheliegenden Adressen auf den deutschen Seiten von American Express zu der Karte, und die Bedingungen der Platinum Card erwähnen sie nicht. Allgemein wird sie als Karte beschrieben, die American Express nur auf Einladung vergibt; eine öffentliche Aussage des Unternehmens dazu gibt es in Deutschland nicht.

Im Netz kursieren Jahresgebühren, Aufnahmegebühren und Mindestumsätze in wechselnder Höhe. Keine dieser Zahlen stammt vom Herausgeber, und sie widersprechen sich untereinander – deshalb stehen sie hier nicht. Greifbar ist die Centurion-Welt nur an einer Stelle: Die Flughafen-Lounges dieses Namens stehen laut American Express auch Inhabern der Platinum Card offen.

Die teuerste Karte, die American Express in Deutschland zum Beantragen anbietet, ist die Platinum Card. Sie kostet 60 € im Monat oder 720 € bei jährlicher Zahlung und ist laut Produktseite „aus Metall“. Anders als die Centurion ist sie ein Leistungspaket mit veröffentlichtem Preis, das sich nachrechnen lässt.

Welche schwarzen Karten gibt es mit veröffentlichtem Preis?

Neun Karten, deren Preis der Herausgeber selbst veröffentlicht und die entweder als Spitzenstufe geführt werden, sich selbst schwarz nennen oder aus Metall sind:

Schwarze Kreditkarten, Spitzenstufen und Metallkarten mit veröffentlichtem Preis (Stand: 15.09.2026)
Karte Kartenart Preis Voraussetzung Was sie „schwarz“ macht
American Express Platinum Card Kreditkarte mit monatlicher Abrechnung 60 € je Monat Antrag online, Bonitätsprüfung Karte aus Metall
Deutsche Bank Mastercard Platin Kreditkarte 200 € im Jahr, Zusatzkarte 120 € ab 18 Jahren, bonitätsabhängig Stufe über der Gold-Karte, Priority Pass
Deutsche Bank Mastercard Black Kreditkarte 600 € im Jahr steht nur im Preisverzeichnis, wird nicht beworben Name, oberste Stufe der Bank
HypoVereinsbank Visa Infinite Card Kreditkarte 600 € im Jahr, Partnerkarte 400 €; im HVB PlatinumKonto kostenfrei über die Bank, keine Produktseite Visa-Stufe Infinite; Variante „Infinite Metal“ nur im PlatinumKonto
Postbank Mastercard Platinum Kreditkarte 99 € im Jahr, mit Giro extra plus 79 € Antrag online von der Postbank selbst „schwarze Kreditkarte“ genannt
BBBank „Die schwarze Kreditkarte“ Kreditkarte 74,95 € im Jahr ein Girokontomodell der BBBank, ab 18 Jahren, bonitätsabhängig Produktname
Revolut Metal Karte im Kontotarif 15,99 € je Monat oder 155 € im Jahr Revolut-Konto; Abo mindestens 3 Monate bzw. 1 Jahr Karte aus Edelstahl
Revolut Ultra Karte im Kontotarif 65 € je Monat oder 650 € im Jahr wie Metal eigene Ultra-Karte
N26 Metal Debitkarte (Mastercard) zum Konto 16,90 € je Monat N26-Konto, 12 Monate Vertragslaufzeit Karte aus massivem Edelstahl in drei matten Farbtönen
Revolut-Preise für Anmeldungen ab dem 07.05.2026; wer sich vorher angemeldet hat, zahlt laut Gebührenverzeichnis 13,99 € (Metal) bzw. 60 € (Ultra) im Monat. Quellen: Preis- und Leistungsverzeichnisse von Deutscher Bank und Postbank (Stand: 01.07.2026) und HypoVereinsbank (Stand: 01.08.2026), Bedingungen und Produktseiten von American Express, BBBank, N26 und Revolut, jeweils abgerufen am 15.09.2026, und unsere eigene Produktdatenbank, abgerufen am 15.09.2026.

Auffällig: Über die teuersten Bankkarten ist am wenigsten bekannt. Die Deutsche Bank bewirbt online nur die Platin-Karte mit Versicherungspaket, Concierge und Lounge-Zugang, ohne Bedingungen dazu zu veröffentlichen; Black und Infinite stehen nur mit Preis im Verzeichnis. Die günstigen Karten, die schwarz heißen, sind dagegen Kreditkarten mit Reiseversicherungen, deren Farbe zum Marketing gehört.

Was bekommen Sie für die Jahresgebühr?

Die Karten unterscheiden sich vor allem in vier Zusatzleistungen – deshalb hier Leistung für Leistung.

Lounge-Zugang

Beim Flughafen-Lounge-Zugang reicht die Spanne von „inklusive“ bis „Mitgliedschaft inklusive, jeder Besuch kostet“:

  • Deutsche Bank Platin und Black: Priority Pass, Besuche für den Karteninhaber kostenfrei, jede Begleitperson 20 € je Besuch.
  • Postbank Mastercard Platinum: Priority-Pass-Mitgliedschaft inklusive, aber laut Preisverzeichnis kostet jeder Besuch 33,32 € – für den Karteninhaber ebenso wie für die Begleitperson.
  • American Express Platinum: Priority Pass Prestige für Haupt- und Zusatzkarteninhaber, jeweils mit einer kostenlosen Begleitperson, zusammen aber höchstens 50 Besuche im Kalenderjahr – ein mitgenommener Gast zählt als eigener Besuch. Weitere Gäste kosten 30 € je Person und Besuch.
  • Revolut Ultra: kostenlose Lounge-Pässe für den persönlichen Gebrauch, Pässe für Gäste müssen gekauft werden. Bei Metal gibt es nur die Möglichkeit, vergünstigte Pässe zu kaufen.
  • N26 Metal: Zugang zu über 1.300 Lounges über den Partner DragonPass, der erste Besuch im Jahr ist kostenlos, weitere Pässe werden in der App gekauft; einen Preis dafür nennt N26 auf der Produktseite nicht.
  • HVB Visa Infinite und BBBank: Das Preisverzeichnis der HVB und die Produktseite der BBBank nennen kein Lounge-Programm.

Reiseversicherungen

Hier liegt der größte Unterschied zwischen Werbung und Bedingungen. Bei der Platinum Card von American Express gelten Auslandsreise-Krankenversicherung, Reiserücktritt und Mietwagenschutz nur, wenn die Reise mit der Karte bezahlt wurde: Die Krankenversicherung deckt Reisen bis 120 Tage mit einem Selbstbehalt von 10 % des Schadens, mindestens 100 € und höchstens 500 €; der Reiserücktritt ist mit 6.000 € je Person und Reise versichert, der Mietwagen mit 75.000 € Vollkasko und 750.000 € Haftpflicht bei 200 € Selbstbehalt.

N26 Metal bringt ein Paket der Allianz Assistance mit: medizinische Notfallbehandlung im Ausland bis 1.000.000 € je Reise, Rücktransport zu den tatsächlichen Kosten und Reiserücktritt bis 10.000 € je Reise. Revolut versichert im Tarif Metal medizinische Notfallkosten im Ausland bis 10.000.000 €, Reisestorno und Reiseabbruch bis je 5.000 € und die Selbstbeteiligung beim Mietwagen bis 2.000 € – für Reisen bis 30 Tage. Ultra erweitert das auf Reisen bis 90 Tage und ergänzt eine Stornoversicherung, die auch ohne besonderen Grund zahlt: bis 2.500 € je Ereignis und 5.000 € in zwölf Monaten, bei 30 % Selbstbehalt.

Für die 600-€-Karten von Deutscher Bank und HypoVereinsbank lässt sich nichts davon prüfen, weil die Banken keine Versicherungsbedingungen veröffentlichen. Die BBBank nennt für ihre schwarze Karte eine Auslandsreise-Krankenversicherung, eine Reiserücktrittskosten-Versicherung, einen Auslands-Schutzbrief und eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung, ohne Summen auf der Produktseite. Die Stiftung Warentest hat die Versicherungen beider „schwarzen“ Bankkarten schon einmal durchgesehen: Im Test von 28 Premium-Kreditkarten (Finanztest 10/2024, Datenstand 01.07.2024) bekam der Auslandskrankenschutz der BBBank-Karte und der Postbank Platinum jeweils die schlechteste Stufe „sehr geringe Leistungen“, und keine der 28 Karten wurde uneingeschränkt empfohlen.

Versicherung getrennt denken

Ob eine Karte mit Reiseschutz sinnvoll ist, lässt sich nur mit den Bedingungen beantworten – vor allem mit zwei Fragen: Gilt der Schutz nur, wenn die Reise mit der Karte bezahlt wurde? Und wie hoch ist der Selbstbehalt? Eine gute separate Auslandskrankenversicherung für Einzelpersonen gab es laut Stiftung Warentest schon für weniger als 10 € im Jahr (Finanztest 10/2024) – deutlich weniger als der Aufpreis einer Premiumkarte. Worauf es beim Reiserücktritt ankommt, steht auf unserer Seite Kreditkarte mit Reiserücktrittsversicherung.

Bezahlen und Bargeld im Ausland

Wer eine Premiumkarte vor allem auf Reisen nutzt, sollte die Auslandsgebühren kennen – sie unterscheiden sich stärker als die Jahresgebühren vermuten lassen:

  • American Express Platinum: 2 % auf Fremdwährungsumsätze; Bargeld 4 %, mindestens 5 €, höchstens 1.500 € in sieben Tagen.
  • Deutsche Bank Platin und Black: 1,75 % (mindestens 1,50 €) plus 0,50 % Kursaufschlag, zusammen 2,25 %; Bargeld am Automaten 2,5 %, mindestens 5,75 €, außerhalb von EU und EWR oder in fremder Währung zuzüglich 1,75 %.
  • HVB Visa Infinite: 1,50 % auf Fremdwährungsumsätze; Bargeld am Geldautomaten laut Preisverzeichnis kostenfrei, anfallende Fremdgebühren werden erstattet.
  • Postbank Mastercard Platinum: 1,85 % plus 0,50 % Kursaufschlag auf Fremdwährungsumsätze; Bargeld am Automaten 2,5 %, mindestens 5 € (Stand: 01.07.2026).
  • N26 Metal: keine eigene Gebühr für Zahlungen in Fremdwährung; in der Eurozone acht Abhebungen im Monat kostenlos, danach 2 € je Abhebung, außerhalb der Eurozone unbegrenzt kostenlos.
  • Revolut Metal und Ultra: Bargeld bis 800 € (Metal) bzw. 2.000 € (Ultra) im rollierenden Monat gebührenfrei, darüber 2 %, mindestens 1 €.

Guthaben, Boni und Extras

American Express rechnet der Platinum Card jährliche Guthaben zu: 200 € für Online-Reisebuchungen, 200 € für Fahrten mit SIXT ride, 150 € für Restaurantbesuche und 100 € Shoppingguthaben, zusammen 650 €. Das ist ein Nennwert: Die Guthaben gelten nur bei bestimmten Partnern und müssen teils gesondert aktiviert werden. Die HypoVereinsbank erstattet bei der Visa Infinite Card 300 € im Jahr, wenn auf der Karte mindestens 20.000 € Umsatz zusammenkommen; Haupt- und Partnerkarte werden dabei getrennt gezählt. Revolut Ultra enthält laut Abo-Bedingungen unter anderem Partnerschaften mit anderen Diensten und reduzierte Gebühren für den Aktienhandel.

Metallkarte oder Kreditkarte: Was ist der Unterschied?

Eine Metallkarte fühlt sich nach Premium an, ist aber nicht automatisch eine Kreditkarte. N26 schreibt über seine Metal-Karte ausdrücklich, dass es sich um eine Mastercard Debitkarte handelt; Zahlungen werden damit direkt vom Konto abgebucht, einen zinsfreien Aufschub bis zur Monatsabrechnung gibt es nicht. Bei Revolut ist die Metallkarte Teil des Kontotarifs; einen Kreditrahmen sehen weder das Gebührenverzeichnis noch die Abo-Bedingungen vor.

Als Kreditkarte geben dagegen Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Postbank und BBBank ihre Karten aus. Bei der Platinum Card von American Express muss der monatlich abgerechnete Betrag laut Bedingungen zum Fälligkeitstermin in voller Höhe ausgeglichen werden. Am deutlichsten spüren Sie den Unterschied bei Kautionen.

Kaution mit Debitkarte

Mietwagenfirmen und Hotels blockieren bei der Anmietung oder beim Check-in oft eine Kaution. Bei einer Debitkarte wird dieser Betrag vom Kontoguthaben reserviert und steht bis zur Freigabe nicht zur Verfügung; manche Vermieter akzeptieren Debitkarten dafür überhaupt nicht. Wer nur mit einer Kontokarte wie N26 Metal oder Revolut Metal reist, sollte deshalb eine Kreditkarte mit Rahmen als Zweitkarte dabeihaben.

Rechnet sich eine schwarze Karte? Ein Beispiel

Am besten nachrechnen lässt sich der Lounge-Zugang, weil dafür Preise veröffentlicht sind. Angenommen, Sie fliegen im Jahr sechsmal ab einem Flughafen mit Priority-Pass-Lounge und nehmen zweimal Ihre Partnerin oder Ihren Partner mit – das sind acht Lounge-Besuche, davon zwei als Begleitperson:

Rechenbeispiel: Jahreskosten für sechs eigene Lounge-Besuche und zwei Besuche einer Begleitperson (Stand: 15.09.2026)
Karte oder Mitgliedschaft Grundpreis im Jahr Lounge-Entgelte Summe
Deutsche Bank Mastercard Platin 200,00 € 2 × 20 € für die Begleitperson = 40,00 € 240,00 €
Postbank Mastercard Platinum 99,00 € 8 × 33,32 € = 266,56 € 365,56 €
Priority Pass Standard ohne Karte 89,00 € 8 × 30 € = 240,00 € 329,00 €
Deutsche Bank Mastercard Black 600,00 € 2 × 20 € = 40,00 € 640,00 €
American Express Platinum Card 720,00 € 0 € (8 von 50 Besuchen, Begleitperson frei) 720,00 €
Preise laut Preis- und Leistungsverzeichnissen von Deutscher Bank und Postbank (Stand: 01.07.2026) und den Bedingungen der Platinum Card; Priority Pass Standard laut American Express „ab 89 Euro jährlich“ plus 30 € je Person und Besuch (Stand: Januar 2026). Guthaben, Versicherungen und Auslandsgebühren sind nicht eingerechnet. N26 Metal und Revolut Ultra fehlen, weil die Preise für Folge- bzw. Gästepässe nicht veröffentlicht sind.

Die Postbank Platinum ist für Lounge-Nutzer teurer als eine Priority-Pass-Mitgliedschaft ohne Karte, weil auch die eigenen Besuche kosten. Die Black der Deutschen Bank kostet bei gleichem Lounge-Programm 400 € mehr als die Platin, ohne dass die Bank sagt, wofür. Bei der Platinum Card von American Express entscheidet, wie viel der 650 € Guthaben Sie tatsächlich nutzen.

Dafür spricht eine schwarze Karte
  • Lounge-Zugang ohne eigene Mitgliedschaft, bei Deutscher Bank Platin und Black für den Karteninhaber ohne Besuchsentgelt
  • Reiseversicherungen mit veröffentlichten Summen bei American Express, N26 und Revolut
  • Günstige Auslandskonditionen bei N26 Metal und HVB Visa Infinite
  • Mit N26 Metal eine Metallkarte als Debitkarte, also ohne Teilzahlungszinsen

Dagegen spricht
  • Die Centurion Card lässt sich nicht beantragen, ihre Konditionen sind nicht öffentlich
  • Die 600-€-Karten von Deutscher Bank und HVB veröffentlichen keine Versicherungsbedingungen
  • Viele Reiseversicherungen gelten nur mit Karteneinsatz und haben Selbstbehalte
  • Abos mit Mindestlaufzeit bei Revolut (3 Monate bzw. 1 Jahr) und N26 (12 Monate)

Welche Karte passt zu welchem Anspruch?

Eine Rangfolge ergibt bei so unterschiedlichen Produkten wenig Sinn. Sinnvoller ist die Frage, wofür Sie die Karte hauptsächlich nutzen:

Schwarze Kreditkarten und Metallkarten nach Nutzungsprofil
Sie wollen vor allem … In Frage kommt Darauf sollten Sie achten
Lounges nutzen und einen Kreditrahmen haben Deutsche Bank Mastercard Platin Versicherungsbedingungen vor dem Antrag bei der Bank anfordern, online sind sie nicht veröffentlicht
viel reisen und Guthaben ausschöpfen American Express Platinum Card Deckel von 50 Lounge-Besuchen, Versicherungen nur mit Karteneinsatz, 2 % auf Fremdwährungsumsätze
ein Konto mit Metallkarte und Reiseschutz N26 Metal oder Revolut Metal kein Kreditrahmen vorgesehen; Kaution beim Mietwagen; Mindestlaufzeit
eine Premiumkarte als Private-Banking-Kunde HVB Visa Infinite oder Deutsche Bank Mastercard Black Leistungen nur über die Bank zu erfahren; bei der HVB im PlatinumKonto ohne Jahrespreis
eine schwarze Karte zum kleinen Preis BBBank „Die schwarze Kreditkarte“ oder Postbank Mastercard Platinum Girokonto bei der BBBank nötig; bei der Postbank kostet jeder Lounge-Besuch
möglichst geringe Kosten keine schwarze Karte eine kostenlose Kreditkarte plus separate Reiseversicherung ist fast immer günstiger
Keine Rangfolge; Einordnung nach Preisverzeichnissen und Bedingungen der Herausgeber, Stand: 15.09.2026.

Wie sich Karten ohne Jahresgebühr unterscheiden, zeigt die Seite Kostenlose Kreditkarte; alle Kartentypen und die Kriterien, nach denen wir Kreditkarten gegenüberstellen, stehen im Kreditkarten-Vergleich.

Häufige Fragen zur schwarzen Kreditkarte

Kann ich die American Express Centurion Card beantragen?

Nein. Für die Centurion Card gibt es in Deutschland weder einen Antrag noch eine Produktseite noch ein veröffentlichtes Preisverzeichnis; sie wird allgemein als Einladungskarte beschrieben. Die höchste Karte von American Express, die Sie selbst beantragen können, ist die Platinum Card für 720 € im Jahr.

Was kostet eine schwarze Kreditkarte im Jahr?

Das hängt davon ab, was gemeint ist. Die BBBank verlangt für „Die schwarze Kreditkarte“ 74,95 €, die Postbank für die Mastercard Platinum 99 €, die Deutsche Bank für die Mastercard Black 600 € und American Express für die Platinum Card 720 €. Metallkarten laufen als Abo, etwa N26 Metal mit 202,80 € im Jahr.

Ist eine Metallkarte eine echte Kreditkarte?

Nicht unbedingt. Die Metallkarte von N26 ist laut Anbieter eine Mastercard Debitkarte, Zahlungen werden direkt vom Konto abgebucht; bei Revolut gehört die Metallkarte zum Kontotarif, ein Kreditrahmen ist dort nicht vorgesehen. Die Platinum Card von American Express ist dagegen eine Karte aus Metall mit monatlicher Abrechnung.

Bekomme ich mit einer schwarzen Karte ein höheres Limit?

Die Banken veröffentlichen für ihre Spitzenkarten keine Kreditrahmen. Wie hoch das Limit ausfällt, entscheidet der Herausgeber nach Ihrer Bonität; die Deutsche Bank etwa gibt Kreditkarten laut Preisverzeichnis „ab 18 Jahren bei entsprechender Bonität“ aus. Bei Debitkarten aus Metall begrenzt allein das Guthaben auf dem Konto die Zahlungen.

Lohnt sich eine schwarze Karte nur für den Lounge-Zugang?

Selten. Bei acht Lounge-Besuchen im Jahr kostet die Deutsche Bank Platin mit Begleitentgelten 240 €, eine Priority-Pass-Standardmitgliedschaft ohne Karte 329 €. Die Postbank Platinum liegt darüber, weil auch der Karteninhaber jeden Besuch bezahlt. Bei weniger als vier eigenen Besuchen im Jahr ist selbst die Deutsche Bank Platin teurer als eine Standardmitgliedschaft ohne Karte.

Wie gut sind die Versicherungen der Premiumkarten?

Sehr unterschiedlich und oft schwächer als ihr Ruf. Die Stiftung Warentest hat 2024 insgesamt 28 Premium-Kreditkarten untersucht und keine uneingeschränkt empfohlen; beim Auslandskrankenschutz schnitten die meisten Karten mit geringen oder sehr geringen Leistungen ab. Entscheidend sind Karteneinsatz-Pflicht, Selbstbehalt und maximale Reisedauer.

Über die Autorin
Janine El-Saghir Ihre Expertise im Bereich digitaler Finanzprodukte hat Janine El-Saghir als Redakteurin bei der qmedia GmbH aufgebaut. Bei ihrer Arbeit für Portale wie kreditkarte24.de und how-to-germany.com...